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Spaß am Gerät: Garmin GPSmap 64s

Posted by on Januar 16, 2016

Ich cache ja nun schon ein Weilchen. Damals, als mir klar war das ich das wohl länger und öfter mache, habe ich mich sehr intensiv mit der Frage beschäftigt: Womit?

Nach langem Suchen und Überlegen fiel meine Wahl auf ein Garmin GPSmap 60csx. Das galt damals das DAS GPS-Handheld und es hatte sogar schon rudimentäre Geocaching-Funktionen. Nichts von dem was man heute kennt, aber von Tradi zu Tradi und als Gefunden loggen, das ging schon 🙂

Gesagt gekauft und irgendwann kam das Gerät aus den USA dann bei mir an. Und wurde ausgiebig benutzt.

Als Karte bin ich relativ früh auf die Reit- und Wanderkarten von OSM gewechselt, die auf einer 4GB-Karte ganz Europa bis ins letzte Detail enthält. Dann habe ich noch angefangen GSAK intensiv zu nutzen, dass mir durchaus weitergeholfen hat:

Denn eigentlich kann das 60csx nur 1000 Tradis speichern und damit sind alle Speicher auch belegt – weitere Punkte anlegen geht nicht. Gut, wann braucht man schon mal 1000 Caches, aber der Speicher war doch recht klein. Abhilfe schaffte hier ein GSAK-Makro, dass Caches einfach als POI abgelegt hat – und deren Menge war unbegrenzt. Bzw nur durch die Speicherkarte begrenzt.

Die beiden größten Nachteile waren, dass Routing mit entsprechenden Karten praktisch unbrauchbar war und der Kompass auf den letzten Metern zum Cache ebenso. Kleinere Nachteile waren zum Beispiel das Caches nur 16 Zeichen Information inkl. Namen enthalten konnten oder das es keine wirkliche Paperless-Funktion gab.

Die Vorteile dagegen waren extrem: Das fing an bei der Akkulaufzeit (vor allem mit zwei Eneloops), ging weiter über die perfekte Bedienbarkeit (auch mit Handschuhen) und gipfelte über dem Umweg der extremen Genauigkeit schließlich bei der praktischen Unzerstörbarkeit: In all den Jahren habe ich es geschafft, einen Kratzer auf das Display zu bekommen. Zahlreiche Stürze? Schwimmen im Meer? Mal vom Mountainbike fliegen und eine Halde herunterfallen? Hat dem Gerät alles nichts gemacht.

Und das wurde zum Problem.

Denn eigentlich wollte ich langsam mal was Neues. Aber wenn das Alte doch noch so gut funktioniert? Also warten bis es den Geist aufgibt. Siehe oben, vermutlich gebe eher ich den Geist auf.

Naja.

Und vorige Tage habe ich mir dann gedacht: Ach, was solls und habe mir ein neues Garmin GPSmap64s gekauft.

Es wurde die S-Version, weil ich die installierte Karte (ST-Version) nicht brauchte, aber alle Funktionen (ohne s kommt ohne Bluetooth, Ant+, 3-Achsenkompass etc.) haben wollte.

Zwei Generationen: 60csx und 64s

Zwei Generationen: 60csx und 64s

Was direkt auffällt ist, dass die Größe praktisch identisch ist. Ebenso die Bedienung, auch wenn der On-Off-Schalter von oben auf die Seite gewandert ist. Trotzdem sind die Tasten alle noch da und da wo sie hingehören. Leider allerdings beim 64s ohne Beleuchtung, während die 60csx-Tasten im dunkeln zu lesen sind. Das ist allerdings nach so vielen Jahren jetzt kein Problem.

Beim Einschalten allerdings offenbaren sich sofort extreme Unterschiede: Das 64er braucht nur einen Bruchteil der Zeit um einen Satelliten-Fix zu haben. Das liegt vermutlich nicht nur an besseren Empfängern, sondern auch daran das es nicht nur GPS, sondern auch GLONASS spricht. Weiterhin fällt auf, wie viel besser das Display ist. Ich will da nix beschönigen, verglichen mit den heutigen Smartphone-Displays ist es eine Beleidigung fürs Auge. Aber für ein GPS und im Unterschied zum 60er ist es echt gut.

Das nächste was auffällt ist die Geschwindigkeit. Nicht nur beim Laden der Karte, sondern auch beim Navigieren auf der Karte: man sieht im Grunde keine Verzögerung, während das 60er mit der großen Karte schon eher gemütlich unterwegs war.

Löscht man übrigens die mehr als 20.000 vorinstallierten Geocaches (Nordamerika only, nicht aktuell) und die ganzen „Test“-Karten, geht der Start noch mal deutlich schneller.

Beim Anschluss an GSAK dann die nächste angenehme Überraschung: Es lassen sich nahezu unbegrenzt Caches auf das Gerät laden und auch Funktionen wie Wegpunkteingabe für Multis usw. sind bereits vorhanden. Weiterhin gibt es auf der Übersicht neben den Namen auch Cache-Größe und D/T-Wertung im Überblick. Und als letztes Schmankerl kann man auch die letzten Logs, die Cachebeschreibung und den Hint direkt am GPS lesen – man braucht das Handy nicht mehr 🙂

Nach dem Cachen kann das 64er dann mit GSAK zusammen auch automatisch loggen. Für die tollen Caches der Welt braucht man das nicht, für Tradirunden sehr gut.

So far so good: Nach den ersten Caches muss ich sagen: Geiles Gerät.

Aber… jetzt kommen wir zur Kehrseite der Medallie, denn eine Sache ärgert mich echt:

Das 60er hatte ein geniales zweiteliges Befestigungssystem. Am Gerät einen „Knubbel“ und einen Halter den man am Rucksack oder Gürtel festgemacht hat:

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Der Knubbel wurde ins Gerät geschraubt und erlaubte dann, dass man einhändig, ohne gucken und auch mit dicken Handschuhen das GPS jederzeit festmachen oder in die Hand nehmen konnte.

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Beim 64er geht Garmin dagegen wieder den Weg des Karabiners. Und diese Lösung ist so bescheuert das man sich frag, ob das nie einer getestet hat. Denn schon beim Anblick ahnt man was da schief gehen könnte:

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Montiert man nämlich den Karabiner, wird das GPS plötzlich eine ganze Ecke Dicker. Und liegt auf einmal nicht mehr annähern so gut in der Hand. Vor allem kleine Hände dürften hier schon bald echte Probleme bekommen:

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Dann ist der Karabiner so frickelig, dass man ihn nicht gut mit Handschuhen z. B. an die Gürtelschlaufe machen kann. Wobei die Frage ist ob man ihn da haben will, denn anders als ein Gürtel reißt so eine Schlaufe relativ leicht.  Aber auch am Tragegurt vom Rucksack macht er keinen Sinn, weil das Verbindungsstück zum Karabiner erstens zu kurz ist um das GPS in Blickrichtung zu drehen und zweitens verkehrt herum angebracht ist um das Gerät zum Ablesen zu kipenn.

Aber, wenn man mal dieses Designfehler bei Seite schiebt, bleibt das GPSmap 64s ein absolut geniales Gerät. Das ich sicherlich auch für andere Dinge noch nutzen werde. Das aber seine „Bestimmung“, nämlich ohne Papier und ohne ständig das Handy zu Hilfe nehmen zu müssen, perfekt erfüllt.

Und wer möchte, kann sich auch noch SMS und Anrufe direkt vom Handy auf das Gerät beamen lassen. Oder Live-Tracking nutzen. Aber das braucht man im Wald ja eher weniger 😉

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