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Gut, dass wir nicht paranoid sind

Posted by on März 14, 2016

Ich bin manchmal unschlüssig, auf wen ich mit dem Finger zeigen soll.

Das unsere Gesellschaft immer bekloppter wird, überall Terror und Gefahr wittert, ist ja das eine. Das das oft zu völlig überzogen wirkenden Reaktionen der Polizei führt, gehört dann dazu.

Auf der anderen Seite steht dann natürlich die Frage, ob ich mein Verhalten zu Gunsten der Paranoiden und Verängstigsten immer weiter einschränke. Stichwort: Schere im Kopf.

Das musste ich denken, als ich heute morgen die Hessenschau las:

Es war gegen halb sieben am Sonntagabend, als sich Zeugen bei der Polizei meldeten: Sie hatten mehrere Menschen beobachtet, die sich Nahe der Landstraße 3028 zwischen Hochheim und Flörsheim (Main-Taunus) an einem Baum auffällig verhielten und sich anschließend „auffallend zügig“ entfernten. Im Baum selbst entdeckten die Zeugen laut Polizei dann miteinander verbundene Kunststoffröhren, die in zwei Metern Höhe angebracht worden waren. Eine Bombe? (…)

Die Experten sprengten den Gegenstand kontrolliert. Beim Röntgen der Röhren stellte sich dann schnell heraus, dass alles ganz harmlos war: Die Vorrichtung entpuppte sich als Geocache, als Zielobjekt einer elektronischen Schnitzeljagd. (…)

Gegen die bislang unbekannten Geocacher ermittelt nun die Polizei.

So schnell gerät man also ins Visir der Polizei. Will  man den Cacheownern jetzt die Kosten des Einsatzes auferlegen? Hat er sich gar strafbar gemacht? Oder war es einfach nur „dumm“ einen Cache zu bauen, der wie eine Bombe aussieht?

Andersherum: Was sieht eigentlich wie eine Bombe aus? Muss ich jetzt jedes Mal wenn ich eine Dose verstecke überlegen, ob irgendein dem Terrorwahn verfallenen Bürger meine Dose für eine Bombe halten könnte?

Ich wünschte wir würden alle mal wieder ein bisschen entspannen…

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